Clubgeschichte - FC Aarau - Fussball-Club Aarau

Club­ge­schich­te

Der FC Aar­au durch­leb­te in sei­ner lan­gen Geschich­te zahl­rei­che Hochs und Tiefs. Zu den gros­sen Erfol­gen zäh­len drei Meis­ter­schaf­ten (1912, 1914, 1993), ein Cup­sieg (1985) und ein Titel beim Liga­cup (1982).

Der FC Aar­au wur­de ursprüng­lich am 26. Mai 1902 in den Stadt­far­ben schwarz, weiss und rot in der Braue­rei Ryni­ker in Aar­au gegrün­det und fand 1907 erst­ma­lig Auf­nah­me in die obers­te Spiel­klas­se (Serie A). Etwas mehr als zehn Jah­re nach der Ver­eins­grün­dung, am 9. Juni 1912, krön­te sich der FCA durch einen 3:1‑Sieg über Etoi­le La Chaux-de-Fonds zum Schwei­zer Meis­ter, nach­dem zuvor schon Ser­vet­te FC Genè­ve in der Final­poule besiegt wer­den konn­te.

Schwei­zer Meis­ter 1912

Im Fol­ge­jahr schei­ter­te Aar­au als erneu­ter Sie­ger der Grup­pe Ost erst in der End­run­de – auf­grund eines Spiel­pro­tests vom spä­te­ren Titel­ge­win­ner Mon­tri­ond Lau­sanne. Umso grös­ser war die Freu­de, als der Meis­ter­coup im Jahr 1914 wie­der­holt wer­den konn­te. Im ent­schei­den­den Direkt­du­ell setz­te sich der FCA gegen den BSC Young Boys mit 2:1 durch, nach­dem es zuvor gegen das Spit­zen­team von Can­to­nal Neu­châ­tel nur zu einem Unent­schie­den (1:1) gereicht hat­te.

Schwei­zer Meis­ter 1912

Schwei­zer Meis­ter 1914

Die Ber­ner revan­chier­ten sich exakt 16 Jah­re spä­ter, als die Young Boys im Cup­fi­na­le 1930 gegen den FC Aar­au mit 1:0 gewan­nen. Drei Spiel­zei­ten spä­ter stieg der FCA sieg­los aus der obers­ten Spiel­klas­se ab und ver­ab­schie­de­te sich nach einem erneu­ten Inter­mez­zo (Sai­son 1935/36) end­gül­tig über meh­re­re Jahr­zehn­te von der natio­na­len Bild­flä­che.

Am 13. Juni 1981 fei­er­te Aar­au eine umju­bel­te Rück­kehr in der Natio­nal­li­ga A durch einen 3:1‑Sieg beim Mit­auf­stei­ger Vevey Sports. Ein Jahr spä­ter sieg­te der FCA im Liga­po­kal gegen den FC St. Gal­len dank eines Aus­wärts­tref­fers von René Riet­mann. Ein ein­zi­ges Tor sorg­te auch im Schwei­zer Cup­fi­nal von 1985 für die Ent­schei­dung gegen Neu­châ­tel Xamax, als ein unver­gess­li­cher Weit­schuss von Wal­ter Ise­lin für den ein­zi­gen Aar­au­er Cup­sieg in der Ver­eins­ge­schich­te sorg­te – errun­gen unter Trai­ner­le­gen­de Ott­mar Hitz­feld.

Schwei­zer Meis­ter 1914

Cup­sie­ger 1985

Dies war der Start­schuss zur erfolg­reichs­ten Peri­ode in der Club­his­to­rie, gepaart mit euro­päi­schen Aben­teu­ern gegen Roter Stern Bel­grad, Loko­mo­ti­ve Leip­zig und die AC Milan. Nach einer Nie­der­la­ge im Cup­fi­nal 1989 (mit 1:2 gegen GC) rea­li­sier­te der FCA in der Sai­son 1992/93 sei­nen gröss­ten Coup, als er sich am 5. Juni 1993 unter Chef­trai­ner Rolf Fring­er zum Schwei­zer Meis­ter krön­te.

Cup­sie­ger 1985 (1:0 gegen Xamax)

Schwei­zer Meis­ter 1993

Zwi­schen 1993 und 1997 qua­li­fi­zier­te sich der Club fünf Mal in Fol­ge für die euro­päi­schen Wett­be­wer­be, ehe sich Aar­au lang­sam nach hin­ten ori­en­tie­ren muss­te. Eine Viel­zahl an Abstiegs­schlach­ten wur­den schad­los über­stan­den, was den Über­na­men der „Unab­steig­ba­ren“ mit sich brach­te. Die­ser Mythos ende­te 2010 mit der Rele­ga­ti­on in die Chall­enge League. Nach drei Jah­ren in der Zweit­klas­sig­keit gelang 2013 die Rück­kehr in die Super League unter Chef­trai­ner René Wei­ler, bevor zwei Spiel­zei­ten spä­ter, im Jahr 2015, wie­der­um ein Abstieg ver­kraf­tet wer­den muss­te.

Schwei­zer Meis­ter 1993

Titel & Erfol­ge

  • Schwei­zer Meis­ter­ti­tel: 1912, 1914, 1993
  • Schwei­zer Cup­sie­ger: 1985 (1:0 gegen Xamax)
  • Liga­po­kal­sie­ger: 1982 (1:0 + 0:0 gegen St. Gal­len)
  • Auf­stieg (obers­te Liga): 1907, 1935, 1981, 2013
  • Euro­­pa­­cup-Teil­­nah­­me: 1985, 1988, 1993–1997
  • Meis­ter­ti­tel Chall­enge League: 2013